Business Wörterbuch – Was heißt eigentlich EBIT, EBITDA, Impairment, AfA, NOPAT, Leverage, ROCE, …

Von am 26. Oktober 2011 | 0 Kommentare »

Im Business Slang fallen eigentlich immer wieder die gleichen Fremdwörter. Als Außenstehender wirkt das Fachchinesisch schnell hochintellektuell, dabei liegen meist nur sehr simple Grundkonzepte dahinter. Das soll ein Survival Kit sein, um mit den wichtigsten Begriffen etwas anfangen zu können.

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Begriffsdefinitionen (wird laufend erweitert)

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Abschreibung – Definition

Siehe AfA

Anlagevermögen – Definition

Ist das Vermögen was das Unternehmen benötigt, um seine Leistungen zu erbringen oder herzustellen. Es wird in der Regel betrieblich genutzt, und steht nicht zum Verkauf an Kunden (Computer, Maschinen, Fuhrpark, …). Im Gegensatz dazu das Umlaufvermögen, was für den Verkauf dient (Waren, Rohstoffe, etc.)

Afa – Definition

Bezeichnet Abschreibungen des Anlagevermögen (Definition AfA: Absetzung für Abnutzung). Das Prinzip ist ganz einfach: man verteilt die Anschaffungskosten über die Nutzungsdauer. Eine Maschine die 10 Jahre genutzt wird und 10.000€ gekostet hat, wird über die Laufzeit verteilt mit je 1.000€ jährlich abgeschrieben.

DCF – Definition

Ein Verfahren mit dem der Wert eines Unternehmens bestimmt werden kann (Definition DCF: Discounted Cash Flow). Dabei werden alle zukünftigen Zahlungsströme eines Unternehmens auf den heutigen Tag abgezinst. Je nach Berechnung werden dann noch weitere Bereinigungen vorgenommen (Marktwert des Fremdkapitals wird abgezogen, etc.). Das Verfahren baut auf einer Cash Flow Betrachtung auf (im Gegensatz zum EVA).

EBIT – Definition

Ist eine Größe des Unternehmensgewinns (Definition EBIT: Earnings before Interest ans Taxes, Gewinn vor Steuern und Abgaben).

EBITA – Definition

Ähnliches Konzept wie bei EBIT, ebenfalls eine Größe des Unternehmensgewinns, nur werden hier noch Firmenwertabschreibungen hinzugezählt (Definition EBITA Earnings before Interest, Taxes and Amortisation). Warum könnte das interessant sein? Es gibt Firmen, die z.B. aufgrund der Finanzkrise enorme Firmenwertabschreibungen hatten. Um zu sehen wie die Firma gewirtschaftet hat wäre eine Größe um die Firmenwertabschreibungen interessant. Wir schauen uns also EBITA an (Siehe auch Definition EBIT)

EBITDA – Definition

Ähnliches Konzept wie bei EBITA, ebenfalls eine Größe des Unternehmensgewinns, nur werden hier noch Abschreibungen aufs Anlagevermögen hinzugezählt (Definition EBITDA: Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation). Hier wird der Gewinn noch um die Abschreibungen bereinigt. Das macht Sinn, wenn man z.B. mehrere Firmen vergleichen will. Nachdem Abschreibungen nicht zahlungswirksam sind, könnten sie das Bild verfälschen. Daher macht eine Bereinigung durchaus Sinn.

EGT – Definition

Das EGT ist eine Größe des Unternehmensgewinns (Definition EGT: Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit). Hier werden keine außerordentlichen Ergebnisse berücksichtigt.

EVA – Definition

Ein Verfahren mit dem der Wert eines Unternehmens (oder Projekt) bestimmt werden kann (Definition EVA: Economic Value Added). Im Gegensatz zum DCF wird hier nicht mit Cash Flows, sondern mit bereinigten Werten aus der Bilanz gerechnet.

Firmenwertabschreibung – Definition

Der Firmenwert ist nicht der Wert einer Firma per se. Also wenn man jetzt liest, das RedBull XX Mrd € wert ist, ist das nicht der Firmenwert der in der Bilanz steht. Der Firmenwert entsteht dadurch das die Firma A die Firma B kauft und dafür 100.000€ bezahlt. Wenn die Firma einen Substanzwert von 80.000€ hat, dann ergibt sich ein Firmenwert von 20.000€. Genau das was Firma A “zuviel” bezahlt hat. Das spiegelt einen imaginären Wert wieder, den A glaubt in Zukunft besser wirtschaften zu können (sie kaufen einen Konkurrenten und können die Preise erhöhen z.B.).

Die Abschreibungen auf den Firmenwert passieren in Österreich (nach UGB) über einen fixen Zeitraum von 15 Jahren. Das heißt jedes Jahr um 1/15 abgeschrieben werden. Wer nach IFRS bilanziert muss nur bei Bedarf abschreiben (wenn sich z.B. herausstellt das Firma B gar keine Kunden hat;)

Gearing – Definition

Bezeichnet den Verschuldungsgrad des Unternehmens. Dabei wird auf langfristige Verbindlichkeiten geachtet: “Wie sind die langfristigen Schulden mit Eigenkapital gedeckt?”. Je höher das Gearing, um so spekulativer sind Firmen.

IFRS – Definition

Eine Art der Buchführung die für börsennotierte Unternehmen vorgeschrieben ist (Definition IFRS: International Financial Reporting Standards). Die Unternehmen bilanzieren dann nicht nach UGB, sondern nach IFRS (oder beides). IFRS verpflichtet die Unternehmen wesentlich mehr Informationen zu veröffentlichen als UGB Bilanzierer.

Impairment – Definition

Impairment sind Firmenwertabschreibungen (siehe Firmenwertabschreibung).

Leverage – Definition

Beschreibt eine Hebelwirkung auf die Eigenkapital Rentabilität. Kann man Fremdkapital zu geringeren Zinsen aufnehmen als die Gesamtrentabilität des Projektes aufweist, dann kann die Eigenkapitalrentabilität durch Aufnahme von Fremdkapital steigern. Das ist natürlich nicht unendlich möglich, da die Zinsen für Fremdkapital bei höherer Verschuldung ansteigt.

Leverage wird manchmal auch mit Verschuldungsgrad (Gearing) gleichgesetzt.

NOPAT – Definition

Eine Gewinngröße die dem österreichischen Jahresüberschuss nach Steuern gleichkommt (Definition NOPAT: Net Operating Profit After Tax)

ROCE – Definition

ROCE gibt die Rentabilität des Unternehmens in einem Zinssatz an (Definition ROCE: Return on Capital Employed). Wichtig ist bei der Kennzahl, das dabei nur das “Capital Employed”, also das direkt investierte Vermögen herangezogen wird.

Umlaufvermögen – Definition

Siehe Anlagevermögen

 

Wird laufend erweitert …

 

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Kategorie: AllgemeinFinance

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Über C. Michael Hofbauer

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