Finanzierung für Lean-Startups?

Von am 29. November 2011 | 0 Kommentare »

Lean Start-Ups sind im Moment in aller Munde. Nicht nur wir haben darüber geschrieben, auch Wirtschaftsgrößen wie Steve Lohr (New York Times) oder die Harvard University haben den großen Wert von Lean-Start-Ups erkannt. Uns hat das Prinzip “Lean-Start-Up” sogar so gut gefallen, dass unser Unternehmen “Xeer” nach den Prinzipien von Eric Ries geführt wird. Aber muss ein Lean-Start-Up wirklich immer eigenfinanziert sein?

Natürlich muss es das nicht. “Lean” hat nichts damit zu tun, dass ein Unternehmen billig oder praktisch ohne Geld started. Viel mehr geht es um den Gedanken möglichst effizient, also ohne Geld für unnötige Dinge auszugeben, an das Ziel zu kommen. Vor ein paar Jahren gab es praktisch noch keine Möglichkeit seine Idee als Lean-Startup finanzieren zu lassen. Warum? Weil vielen Investoren bei diesen Unternehmen das Investitionsvolumen viel zu klein ist.

Das durchschnittliche Lean-Startup im Softwarebereich kommt oft mir weniger als 100.000 Euro bis zum Launch aus. Und nach dem Launch wollen Lean-Startups auch gleich Kostendeckend arbeiten. Daher wird dann meist kein weiteres Kapital mehr benötigt. Der ROI (Return on Investment) ist also für einen Investor sehr gering.

Das wichtige Schlagwort heißt “Seedfinanzierung“. Zwar können auch hier die Investitionsvolumen für ein Lean-Startup zu gering sein, jedoch stehen die Chancen wesentlich größer als bei großen Venture Capital Firmen.

Das Blatt scheint sich nun aber zu wenden. Im letzten Jahr vielen mir immer mehr Organisationen auf, die sich auf das finanzieren von Lean-Start-Ups spezialisieren. Start-Up-Organisationen wie StartEurope oder Seedcamp investieren in junge Unternehmen mit geringeren Investitionsvolumen. Das Wiener Start-Up Blossom wir zum Beispiel von Seedcamp unterstützt.

Dennoch sei Vorsicht geboten! Niemand schenkt einem Unternehmen einfach so sein Geld. Klar, dass ist das was wir alle gerne hätten, aber es gibt immer einen Hacken. Bei großen Volumen tritt man gleich einiges an Mitspracherecht an den Investor ab. Bei kleineren Volumen mangelt es dafür meist an Hilfestellung von Seitens des Investors. Wenn es also irgendwie geht, stellt das Kapital für euer Lean-Start-Up selbst auf. Wenn für euch das nicht in Frage kommt, seht euch zuerst bei öffentlichen Förderstellen um bevor ihr an Investoren herantretet.

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Kategorie: AllgemeinFinanzierungFundingStartup

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Über Jürgen Brüder

Jürgen Brüder ist ein Unternehmer und Web Entwickler aus Graz, Österreich. Er liebt es Ideen in erfolgreiche Geschäftsmodelle zu verwandeln und ist gerade deswegen ein begeisterter Unternehmer. Mehr über Jürgen Brüder

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