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Für Kleinunternehmer (Einzelunternehmer, Freelancer, etc) die bei den großen österr. Banken ein Geschäftskonto eröffnet haben sind Buchungszeilen und laufende Gebühren schreckliche Wörter. Ein Konto ist keine billige Sache. Wer hingegen nicht besonders hohe Ansprüche hat, sondern einfach nur ein Konto möchte, über das er seine geschäftlichen Buchungen erledigen kann, sollte sich überlegen ein Gratis Konto bei einem der folgenden Institute zu eröffnen. Diese sind leider nicht immer so „Gratis“ wie man sich das wünscht, aber dennoch kann man sich einiges ersparen. Internetbanking ist bei diesen Angeboten bereits inkludiert.
UPDATE: Weil in der Diskussion angesprochen: es geht hier wirklich nur um einen Vergleich für Kleinstunternehmer oder Gründer, die nicht unbedingt ein umfangreiches Firmenkonto benötigen. Man muss sich bewusst sein, dass man bei den angeführten Konten natürlich keine Einzugsermächtigungen, Bonitätsauskünfte etc. bekommt. Dazu benötigt man wirklich ein Firmenkonto.
Mit Sicherheit die bekannteste der „Gratis“ Banken in Österreich. Gehaltskonto mit fixem Geldeingang ist auch gratis, schwieriger wird es bei unregelmäßigen Zahlungseingängen. Da kostet die Kontoführung 4,53€ pro Monat. Wenn man einen monatlichen Durchschnittssaldo von 2.500€ auf dem Konto hat, entfällt diese Gebühr. Eine Jahresgebühr von maximal 54,36 € also bei der Easybank.
Dieses Konto kann man nur in Anspruch nehmen, wenn man ein Aktiendepot von mind. 2.500 € bei der Bank einrichtet/besitzt. Ideal also für Menschen, die ohnehin nebenbei mit Aktien oder anderen Finanztiteln handeln.
Die Kontobox der Bawag PSK gibt es auch für 0 €, sofern man für das Quartal einen Durchschnittssaldo von 880 € vorweisen kann. Sonst kostet das Konto 9,90 € pro Quartal. Das entspricht einer Jahresgebühr von maximal 39,60 € pro Jahr.
Bei der Bankdirekt benötigt man neben weiteren Produkten dieser Bank auch einen monatlichen Eingang von mind. 1.500 € pro Monat.
Die Sparda Bank ist eine relativ kleine Genossenschaftsbank aus Kärnten. Diese verlangt keine Kontogebühren, lediglich für die Maestro Karte ist ein jährlicher Betrag von 24 € fällig. Es muss aber ebenfalls ein Gehaltskonto sein … wenn das nicht der Fall ist, dann sind 7,50 € pro Quartal fällig zzgl. 20cent pro Buchungszeile. Also mindestens 30 E pro Jahr + Buchungsgebühren.
Wirklich gratis und ohne Auflagen ist das DKB Konto. Nachteil ist, dass es eine deutsche Bank, und somit ein deutsches Konto ist. Überweisungen bit Bic/IBAN sind gratis, könnte aber unter Umständen merkwürdig aussehen und unerwünscht sein.
Wer also noch nach einer billigen Alternative zu seinem Geschäfts oder auch Privatkonto sucht, kann sich die Anbieter mal durchschauen. Da sollte für jeden was dabei sein.
Hallo!
Gemäß Rücksprache mit EasyBank ist eine firmliche Nutzung der “Gratis”-Privatkonten NICHT gestattet?!?!
Auf welche Informationen berufen Sie sich hier?!
Über eine Rückmeldung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen!
mfg
Michael Kykal, Ing.
Hi Michael, danke für dein Feedback! In dem Artikel ging es vor allem um Einzelunternehmer & Freelancer. Als GmbH (oder Firma) bekommst du nirgends ein “Gratis” Konto. Wenn du als Einzelunternehmer ein Konto bei der Easybank eröffnen willst, würde ich einfach nicht gleich sagen, dass du es für dein Unternehmen haben möchtest. Ich habe einfach gesagt ich brauche ein Konto für meinen Zahlungsverkehr: Miete, Gehalt, etc … kann der Bank ja eigentlich egal sein ob das Büromiete ist und ob das Gehalt Honorarnoten sind.
Ich weiß, eigentlich sollte man sagen, dass man es für sein Unternehmen möchte. Ich fand es damals (eigentlich immer noch) unfair, warum ich als Unternehmer mehr zahlen soll. Ich bin ja auch kein größeres Risiko, ich brauch ohnehin nur ein Habenkonto und für das Soll zahlt man schließlich genug Zinsen!
lg, mike
Ein Privatkonto quasi heimlich als Firmenkonto zu benutzen ist auch für Einzelunternehmer keine gute Idee.
Denn auch als Einzelunternehmer muss man bei Ausschreibungen des öfteren eine Bankauskunft vorlegen. Bankauskünfte bzw. Bonitätsnachweise stellen Banken meines Wissens aber nur für Geschäftskonten aus.
Hi Lucia, ganz klar, da hast du absolut Recht. Ich glaube auch, wer bei Ausschreibungen mitmachen will (da geht es schließlich um eher größere Projekte mit hohem Budget), der hat ohnehin ein Geschäftskonto … da sind die Kontogebühren eh irrelevant! Das sind dann Peanuts!
Für Gründer, Studenten die eine Gewerbe eröffnen wollen oder wirkliche Kleinstunternehmer ist eine Bankauskunft ja nicht unbedingt notwendig. So war der Artikel auch gemeint, nicht wie Unternehmen mit einem Umsatz von 350.000€ noch ein paar Euro sparen können. Ich werde das im Artikel nochmals reinschreiben. Danke!
lg, mike